Neue Auftraggeber

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Die Neuen Auftraggeber
von Saint-Thélo, Frankreich

© Nouveaux Commanditaires

Mémoire en demeure

Auftraggeber*innen: Daniel Le Goff, Bürgermeister von Saint-Thélo; Bernard Hulin, Vereinigung der Flachsroute, Francis Blanchard, Sylvianne und Jean-Paul Duault, Céline und Henri Le Denmat, Marie Maubois sowie Anwohner*innen von Saint-Thélo,

Auftrag: Wir wollen für unser Dorf vergessene Erinnerungen wachrufen und den Blick auf die Zukunft richten.

Mediator*in: Anastassia Makridou-Bretonneau (Eternal Network),

Künstler: Tadashi Kawamata,

Hauptförderer: Fondation de France, DRAC Bretagne, Conseil Général des Côtes d’Armor, Programme Leader Plus, Syndicat de la route du lin, CAUE 22, Commune de Saint-Thélo,

Zeitraum: 2003 – 2006

Das Dorf Saint-Thélo lebt ausschließlich von Landwirtschaft und Viehzucht. Es leidet unter der Landflucht der jungen Menschen und versucht deshalb, seine Identität zu stärken, indem es seine Geschichte und sein historisches Erbe wiederentdeckt und neu präsentiert. Der Bürgermeister wie auch die Menschen im Dorf wollten die Eröffnung des Maison des Toiles (Haus der Tücher) mit einer künstlerischen Intervention von Tadashi Kawamata begleiten, die das ganze Dorf umfasst und neues Licht auf sein architektonisches Erbe wirft.

Tadashi Kawamata konzentriert sich auf drei Weberhäuser im Ort, die ursprünglich vom Abriss bedroht waren. Das Werk wird in einer kollektiven Arbeit während Workshops in drei aufeinanderfolgenden Sommern 2004 – 2006 realisiert, bei denen französische und internationale Kunst- und Architekturstudierende mitwirken. Der Aussichtspunkt und das Tor fassen die verschiedenen Studien zusammen, die während des ersten Workshops von den Studierenden und dem Künstler entwickelt wurden.

© Nouveaux Commanditaires

© Nouveaux Commanditaires

Eine Reihe von Durchgängen, Treppen und Öffnungen und Entwicklungen wurden im Laufe der Arbeit um die drei Häuser herum gebaut, um die Vernetzung der Innen- und Außenräume miteinander zu verstärken. Die Aussichtsplattform besteht aus vier Holzmodulen, die das Design eines Webstuhls aufgreifen. Die Brücke, die den Außenraum mit dem Belvedere verbindet, lädt zur Entdeckung und Erkundung der Architektur ein. Die Ansicht des Glockenturms und die Öffnung der Architektur hin zur Landschaft erfüllt die metaphorische Funktion einer Mémoire en demeure (bleibenden Erinnerung). Mémoire en demeure verhandelt die Geschichte des Ortes in einer dynamischen Perspektive. Was ensteht, sind neue Erinnerungen, gebildet aus allen gemeinsamen Momenten des Lebens und der Arbeit am Ort.

© Nouveaux Commanditaires

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