Neue Auftraggeber

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Die Neuen Auftraggeber
von Marl

Im Marler Stadtzentrum

Foto: Susan Feind

Die Neuen Auftraggeber von Marl

Auftraggeber*innen: Bürger*innen von Marl: Hannelore Apitzsch, Werner Eisbrenner, Monika Kaczerowski, Kurt Langer, Heidi Pfeifer, Irene Rasch-Erb, Rolf Schumann, Dr. Ulrich Spies, Karin Wagner und Paul Wagner,

Mediator: Denis Bury,

Hauptförderer: Kulturstiftung des Bundes,

Zeitraum: 2019 –

Marl ist eine faszinierende und einzigartige Stadt. Ihre Bürgerinnen und Bürger besitzen einen Schatz, der seinesgleichen sucht. Dabei geht es nicht um Reliquien oder römische Münzen, sondern um herausragende Bauten der Nachkriegsarchitektur. Die Neuen Auftraggeber von Marl möchten das Bewusstsein in der Stadt für diesen kulturellen Reichtum stärken. Dabei geht es ihnen aber um mehr als die Gebäude selbst. Die Stadtgesellschaft soll ihre Mitte wieder neu entdecken und im Dialog aktiv zusammenfinden.

Auftragsunterzeichnung

Foto: Susan Feind

Wir wollen das kulturelle Erbe der Stadt, Marls einzigartige Bauwerke der 1960er und 1970er Jahre, miteinander verbinden und für eine neue Generation erschließen.

Für die Neuen Auftraggeber liegt hier die Besonderheit ihres Gemeinwesens. Als Marl sich nach dem Krieg mit neuem Wohlstand neu erfand, drückte sich das neue Selbstbild der Stadt in großen Bauaufträgen an internationale Architekten aus. Nicht eine Kathedrale oder ein Opernhaus wurde geschaffen. Marl investierte in Schulgebäude, ein Rathaus als bauliches Sinnbild einer offenen Gesellschaft und andere Musterbauten demokratischer Kultur und Teilhabe. Dabei waren große Persönlichkeiten der Architekturgeschichte wie Hans Scharoun ständige Berater der sich neu entwickelnden Stadt.

Bis heute machen Einrichtungen wie das Einkaufszentrum mit integrierter Bildungseinrichtung oder die Durchdringung des Stadtbildes mit herausragenden Skulpturen aus Marl ein allen seinen Bürgern zugängliches Modell kultureller Teilhabe. Wo anderswo Biennalen punktuell Glanz verbreiten, haben in Marl Kunst und Kultur eine dauerhafte Präsenz im Stadtbild.

Foto: Susan Feind

Während aber jedes Jahr viele Gäste der Stadt dieses soziale Gesamtkunstwerk bewundern, ist vielen Marlern die Einzigartigkeit ihres kulturellen Erbes nicht mehr bewusst. Für eine jüngere Generation oder neu hinzugekommene Bürger ist die planerische Leistung der Nachkriegsjahre weit entrückt.

Die Auftraggeber von Marl wünschen sich deshalb künstlerische Impulse, durch die die in Marl lebenden Menschen ihren besonderen Schatz erkennen, dessen Angebote neu für sich entdecken und aktiv in Besitz nehmen können. Sie möchten die Gesamtheit der Stadtlandschaft ins Bewusstsein rücken. Die nächste Generation soll selbst darüber mitentscheiden, wie sich das gemeinsame Erbe nutzen und die städtische Mitte wiederentdecken und weiterentwickeln lässt - zum zukünftigen Nutzen der ganzen Stadt.

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