Wir sind für Sie da

Mit Kultur in schwierigen Zeiten Nähe schaffen

Bei Neue Auftraggeber sind wir immer nah dran. An vielen Orten begleiten wir den direkten Dialog zwischen Bürger*innen und Künstler*innen, die in gemeinsamen Projekten die Zukunft von Dörfern, Quartieren und Gemeinschaften gestalten. Während der Corona-Krise verlangsamt sich jedoch diese bürgerschaftliche Arbeit. Versammlungen fallen aus. Unsere Mediatorinnen und Mediatoren können nicht zu den Projekten reisen. Künstlerinnen und Künstler müssen einstweilen zu Hause bleiben. Das Virus zwingt uns, unseren wichtigsten Arbeitsplatz aktuell zu meiden: Den öffentlichen Raum. Unsere Arbeit aber geht weiter.

Wir verlieren unseren Enthusiasmus nicht. Nun sind neue Lösungen, Formate und Wege gefragt und wir arbeiten an vielen Schritten zugleich. Wir werben für die Finanzierung der Projekte. Wir planen mit Architektinnen und Statikern. Wir diskutieren die Vorhaben von Bürgerinnen und Bürgern mit Verwaltung und Politik. Und es gibt nun erfreulicherweise mehr Raum für Tiefenrecherchen, die ein wichtiger Teil unserer Methode sind.

Vor allem aber sehen wir unsere Verantwortung in den kommenden Wochen und Monaten dort, wo Kultur gerade besonders wichtig ist. Während Kinos, Museen oder Theater geschlossen bleiben müssen, werden wir unsere Projekte noch stärker vernetzen – auch mit digitalen Mitteln. Wir wollen den Austausch zwischen bürgerschaftlichen Gruppen stärken. Wir leisten unseren Beitrag dazu, in Dörfern und Städten den Zusammenhalt zu fördern. Wenn das öffentliche Leben sich verlangsamt, ist die Diskussion kultureller Anliegen und Vorhaben besonders wichtig, um die künftigen Gestaltungsperspektiven im Blick zu behalten. Wir brauchen nun mehr denn je Gemeinsamkeit und Verantwortung für unsere Gesellschaft. Unsere Auftraggeberinnen und Auftraggeber sind dafür leuchtende Beispiele. Wir werden sie in der kommenden Zeit tatkräftig unterstützen.

Wir bleiben im regelmäßigem Kontakt. Sie hören von uns! Schreiben Sie uns oder rufen Sie uns an, wenn Ihnen etwas auf dem Herzen liegt.

Ihr Team Neue Auftraggeber

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Neue Auftraggeber

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Die Neuen Auftraggeber
von Tours

Die Neuen Auftraggeber von Tours

Öffentliche Einweihungsfeier am 24. November 2004

Foto: Alexandre Yagoubi Idrissi

Das Monster von Tours

Auftrag: Eine Skulptur als neuer Mittel- und Anziehungspunkt eines Altstadtquartiers inTours

Mediatoren: Anastassia Makridou-Bretonneau (Eternal Network),

Künstler: Xavier Veilhan,

Kooperationspartner und Förderer: Fondation de France, Ville de Tours,

Zeitraum: - – 2004

Budget: 102.071 €

Anfang der 2000er Jahre ist der Place du Grand Marché in der Altstadt von Tours in einem miserablen Zustand. Ladenbesitzer und Anwohner überzeugen die Stadtverwaltung, den Platz neu zu gestalten. Doch sie wollen mehr. Der Ort braucht eine neue Identität. Als die Politiker abwinken, wenden sich die Bürger an die Mediatorin Anastassia Makridou-Bretonneau. Sie schlägt ihnen den Künstler Xavier Veilhan vor, der überraschenderweise ein Monumentalstandbild errichten will. Doch nicht ein Held soll über dem Platz aufragen, sondern ein Monster – eine Mischung aus Science-Fiction-Figur und Maskottchen, das nun über Quartier und Bürger wachen soll. Der Vorschlag löst hitzige Debatten aus. Unter öffentlichem Druck gibt der Stadtrat schließlich Geld und grünes Licht.

2004 wird die Skulptur feierlich eingeweiht. Von vielen geliebt und von manchen gehasst, wird sie zu einem neuen Wahrzeichen von Tours, und der alte Marktplatz heißt heute im Volksmund und mittlerweile auf google maps Place du Monstre. Feste, Märkte und neue Läden beleben den Platz, der nun sogar Touristen anzieht.

„Vorher wußte niemand, wo der Place du Grand Marché ist. Heute weiß jeder wo der Place du Monstre ist.“

Fanny Delfau, Floristin, Auftraggeberin

Die Neuen Auftraggeber von Tours

Feier zur Einweihung am 24. November 2004

Foto: Alexandre Yagoubi Idrissi

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