Neue Auftraggeber

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Veranstaltung im Schloss Genshagen: Impulse für die Stärkung der Zivilgesellschaft in Europa

Die Stiftung Genshagen und Neue Auftraggeber laden Vertreterinnen und Vertreter aus Politik, Wirtschaft und Stiftungslandschaft ein. Es wird das europäische Netzwerk Neue Auftraggeber vorgestellt, das in den Nachbarländern seit vielen Jahren erfolgreich kulturelle Potenziale und soziale Dynamiken aktiviert. Auch in Deutschland zeigt dieses Modell vor allem in ländlichen Regionen und Städten im Strukturwandel seine Wirkung. Seit 2017 unterstützt in Deutschland die Kulturstiftung des Bundes für fünf Jahre die Pilotphase des Projekts mit 2 Millionen Euro. Gemeinsam werden strukturelle und finanzielle Perspektiven erörtert, um die Neuen Auftraggeber mittel- und langfristig in Deutschland zu etablieren – etwa durch Unterstützungsnetzwerke aus Politik, Wirtschaft und Gesellschaft.

Förderer: PwC-Stiftung Jugend - Bildung - Kultur
Die Gesellschaft der Neuen Auftraggeber wird durch die Kulturstiftung des Bundes unterstützt.

20.04.2020

Wir sind für Sie da

Mit Kultur in schwierigen Zeiten Nähe schaffen

Bei Neue Auftraggeber sind wir immer nah dran. An vielen Orten begleiten wir den direkten Dialog zwischen Bürger*innen und Künstler*innen, die in gemeinsamen Projekten die Zukunft von Dörfern, Quartieren und Gemeinschaften gestalten. Während der Corona-Krise verlangsamt sich jedoch diese bürgerschaftliche Arbeit. Versammlungen fallen aus. Unsere Mediatorinnen und Mediatoren können nicht zu den Projekten reisen. Künstlerinnen und Künstler bleiben einstweilen zu Hause. Das Virus zwingt uns, unseren wichtigsten Arbeitsplatz aktuell zu meiden: Den öffentlichen Raum. Unsere Arbeit aber geht weiter.

Wir verlieren unseren Enthusiasmus nicht. Nun sind neue Lösungen, Formate und Wege gefragt und wir arbeiten an vielen Schritten zugleich. Wir werben für die Finanzierung der Projekte. Wir planen mit Architekten und Statikern. Wir diskutieren die Vorhaben von Bürgerinnen und Bürgern mit Verwaltung und Politik. Und es gibt nun erfreulicherweise mehr Raum für Tiefenrecherchen, die ein wichtiger Teil unserer Methode sind.

Vor allem aber sehen wir unsere Verantwortung in den kommenden Wochen und Monaten dort, wo Kultur gerade besonders wichtig ist. Während Kinos, Museen oder Theater geschlossen bleiben müssen, werden wir unsere Projekte noch stärker vernetzen – auch mit digitalen Mitteln. Wir wollen den Austausch zwischen bürgerschaftlichen Gruppen stärken. Wir leisten unseren Beitrag dazu, in Dörfern und Städten den Zusammenhalt zu fördern. Wenn das öffentliche Leben sich verlangsamt, ist die Diskussion kultureller Anliegen und Vorhaben besonders wichtig, um die künftigen Gestaltungsperspektiven im Blick zu behalten. Wir brauchen nun mehr denn je Gemeinsamkeit und Verantwortung für unsere Gesellschaft. Unsere Auftraggeberinnen und Auftraggeber sind dafür leuchtende Beispiele. Wir werden sie in der kommenden Zeit tatkräftig unterstützen.

Wir bleiben im regelmäßigem Kontakt. Sie hören von uns! Schreiben Sie uns oder rufen Sie uns an, wenn Ihnen etwas am Herzen liegt. Wir sind da.

Ihr Team Neue Auftraggeber

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Was Ihr wollt! Die Neuen Auftraggeber: Ermächtigungsfantasien? Petitionen, Liquid Democracy, Neue Auftraggeber

+++LEIDER ABGESAGT+++

Entsprechend der Empfehlungen des Robert-Koch-Instituts zum COVID-19-Virus ist die Veranstaltung leider abgesagt. Wir informieren an dieser Stelle zeitnah über einen möglichen Nachholtermin. Detaillierte Informationen zu den Erstattungsmodalitäten von bereits gekauften Karten finden Sie hier.

Dienstag, 24. März 2020, 19 Uhr@Grüner Salon/ Volksbühne Berlin Podiumsgespräch, auf deutsch

Mit Alexander Koch, Direktor Gesellschaft der Neuen Auftraggeber Christopher Lauer, Publizist und ehemaliges Mitglied des Berliner Abgeordnetenhauses Paula Peters, Chief Global Officer Europa bei change.org Moderation: Pia Rauschenberger, Journalistin (u.a. Deutschlandfunk Kultur)

Online-Petitionen, ein Demokratie-Festival im Olympiastadion, Liquid-Democracy-Forderungen, ziviler Ungehorsam in der Klimapolitik oder Bottom-up-Prozesse bei den Projekten der Neuen Auftraggeber – aktuell diskutierte Teilhabe-Modelle haben eins gemeinsam: Sie denken zivilgesellschaftliche Mitsprache über herkömmliche repräsentativ-demokratischen Prozesse hinaus.

Ist das ein Teil der gerade so gern zitierten "Krise der Demokratie", ein Symptom für verlorenes Vertrauen in die bestehenden politischen Institutionen? Oder im Gegenteil ein zuversichtliches Demokratie-Update als Ausdruck eines zeitgemäßen, lebendigen Parlaments der Vielen? Und noch viel wichtiger: Handelt es sich um effektive Instrumente im analogen und digitalen Werkzeugkoffer zivilbürgerlichen Engagements – und was können wir damit tatsächlich bewegen? Oder bleiben sie am Ende des parlamentarischen Tages nur Ermächtigungsfantasien und Wohlfühl-Klicktivismus ohne politische Wirksamkeit?

Das will der Abend herausfinden. Er begibt sich hinein in die Ambivalenzen aktueller Formen der kollektiven Selbstermächtigung. Was ist dran am Begriff der Initiativ-Demokratie, die dem Vertreten-sein die Selbstvertretung entgegensetzt? Wer spricht dabei für wen? Wer spricht (nicht) mit? Wie steht es um die Macht? Und was tut die Kunst?

Weitere Informationen und Tickets

Foto: Tadashi Kawamata, Mémoire en demeure, 2003-2006, Saint-Thélo, France © Les Nouveaux Commanditaires

Gefördert durch die Kulturstiftung des Bundes. Mit freundlicher Unterstützung der Senatsverwaltung für Kultur und Europa und der Bundeszentrale für politische Bildung.

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Was Ihr wollt! Die Neuen Auftraggeber: Neue Bauherrschaften - Öffentliche Architektur im Bürgerinnenauftrag

Dienstag, 14. Januar 2020 um 19:00 Uhr

@Grüner Salon/ Volksbühne Berlin

In Kooperation mit ARCH+

„Architektur ist das Ordnen von sozialen Beziehungen durch Gebautes“, so der Philosoph Christian Posthofen. Und also ist Architektur auch ein sozialer Kampfplatz: Wem gehört und wer nutzt das Gebaute? Wer plant es, wer braucht es – und wozu? Und das öffentliche Bauen? Wer entscheidet über das Programm, die Finanzierung, die Gestaltung, wenn neue Schulen und Rathäuser, Straßen und Plätze entstehen? Wem gehört die Stadt, wem das Dorf? Das Gespräch an diesem Abend will neue Perspektiven und progressive Beispiele einer neuen öffentlichen Architektur im Bürgerinnenauftrag aufzeigen. Projekte und Debatten aus Vergangenheit und Gegenwart sollen Wege aufzeigen, wie neue Bauherrschaften aus allen Teilen der Gesellschaft das öffentliche Bauen zu ihrer Sache machen können, um soziale Beziehungen neu zu gestalten.

Diskussionsrunde in deutscher Sprache mit u.a. Ilka Ruby, Verlegerin und Kuratorin, Ruby Press Christoph Schäfer, Künstler, Stadtplaner, Planbude Alexander Koch, Direktor Gesellschaft der Neuen Auftraggeber Anh-Linh Ngo, Herausgeber / Editor-in-chief ARCH+ Foto: Simon Patterson, La maison forestière, 2011, Ors, France © Les Nouveaux Commanditaires Gefördert durch die Kulturstiftung des Bundes. Mit freundlicher Unterstützung der Senatsverwaltung für Kultur und Europa und der Bundeszentrale für politische Bildung.

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